Zürich, 2013. Studienauftrag im Einladungsverfahren

Architektur: Knapkiewicz & Fickert , Zürich.
Bauingenieur: Urs Marti, tbf-marti ag
Baumanagement: Mauro Cerrato, Perolini Baumanagement AG
Haustechnik: Rolf Mielebacher, Amstein + Walthert AG
Bauherrschaft: Mobimo AG

Auf dem Grundstück Labitzke soll eine hochwertige Überbauung mit attraktiven Freiräumen entstehen. Die bestehenden Liegenschaften der Labitzke Farben AG sowie der Hostettler Spezialzucker AG werden rückgebaut. Die Identität des bestehenden Ortes gilt es zu konservieren, indem wichtige Elemente identifiziert und in die neue Bebauungsstruktur integrieret werden.

Das ehemalige Gewerbeareal Labitzke liegt im kompakten Stadtkörper des Letzigebietes. Die Entwicklung hin zu einem urbanen Mischgebiet mit Wohnen und Arbeiten wird fortgeführt. Labitzke bedeutet ein Areal, ein Gebäude, eine Adresse.

Die s-förmige Anlage wird zwischen den beiden Strassen aufgespannt und besetzt das ganze Areal. Das kompakte Gebäude wird differenziert ausformuliert mit Stadthaus, Quartierhaus und Hofhaus, den präzisen Abschluss bildet das Hochhaus an der Albulastrasse. Die Baukörper wurden präzisiert, Quartierhaus und Stadthaus dem Massstab der beiden Strassen angepasst. Der Baukörper definiert zwei markante öffentliche Aussenräume, den zentralen Labitzkeplatz, den ruhigeren Labitzkehof und akzentuiert mit Süd- und Nordportal die wichtige Quartierverbindung zwischen Hohl- und Albulastrasse.

Im Erdgeschoss wird der Grundriss in vier Baukörper aufgelöst, die Umgebung wird als durchgehende, fein differenzierte Raumfolge mit vertrauten Aussenraumtypologien von Strassen und Platzräumen gestaltet. Der Labitzkeplatz mit seinen grossen Platanen ist das Herz der Anlage, er wird für öffentliche Nutzungen möbliert, bietet Stimmung unter den Baumkronen, der Labitzkehof dagegen stellt den ruhenden Pol dar. Der Vorbereich des Hofhauses ist auf der einen Seite zugänglich, auf der anderen Seite mit Privatgärten gestaltet. Die Dachlandschaft auf dem Hofhaus vermittelt Atmosphäre über den Baumkronen und eine andere Sicht auf das Quartier.

Aussenraum und Gebäude bilden den Rahmen für ein reges Quartierleben, die Überbauung bietet individuelles Wohnen in guter Gemeinschaft, Vielgestaltigkeit und Charakter, einen städtischen Lebensraum mit hoher Qualität.

Wohnüberbauung Labitzke Areal Zürich CH

Studie 2013